MQTT mit Eclipse Mosquitto

Zwischenzeitlich läuft das Zugangssystem stabil. In der Zwischenzeit sind einige Umstellungen erfolgt:

  • Umstellung auf Maven für die Java Builds
  • Veröffentlichung einiger OpenSource Artefakte auf Maven Central
  • Installation eines neuen Docker Hosts
  • Installation eines Eclipse Mosquitto MQTT Servers (als Docker Container)

Den MQTT Server hatte ich ursprünglich für die geplante IoT Infrastruktur (mit ESP8266 und ESP32 basierten Sensoren – hier werde ich auch berichten sobald die ersten Sensoren in Betrieb gehen) installiert. Ich habe diesen auf einem alten Raspberry Pi 1 Model A aufgesetzt als Docker Container.

Für das User Management System hatte ich bereits länger geplant einen Access Monitor geplant. Dieser sollte die letzten Zutritte visuell darstellen. Also wer hat wann zuletzt einen Zugang angefragt und wie war der Status dazu. Hier soll unter anderem auch ein Bild des Benutzers kommen angezeigt werden das aus dem LDAP Server geladen wird.

Ich hatte lange überlegt wie man einen solchen Monitor implementieren könnte. Vorallem wie dieser die Daten übermittelt bekommt.

Mit MQTT ist die Sache nun relativ einfach. Das Zugangskontrollsystem muss nur den Status eines Zutritts in einen Topic des MQTT Servers Publishen. Der Zutrittsmonitor subscribed auf diesen Topic und erhält so alle notwendigen Informationen zur Visualisierung.

Für den Publish der Nachricht aus dem Zugangskontrollsystem verwende ich nun den Eclipse Paho Java Client. Die Bibliothek war unkompliziert zu integrieren.
Der Zutritts Monitor ist eine Webanwendung. Für den subscripe verwende ich aktuell Eclipse Paho JavaScript Client. Dieser war etwas Tricky, denn das Beispiel auf der Seite hat bei mir nicht funktioniert.

Folgender JavaScript Sourcecode führte dann zum Erfolg:

<head>
<script> // configuration var mqtt; var reconnectTimeout=2000; var host="myMQTTServer"; var port=9001; var clientId="oitc-acs-monitor"; var topic="/oitc-acs" // called when the client connects function onConnect() { // Once a connection has been made, make a subscription and send a message. console.log("Successfully connected to " + host + ":" + port); console.log("Subscribing to topic " + topic); mqtt.subscribe(topic); } // called when a message arrives function onMessageArrived(message) { // console.log(message.payloadString); obj = JSON.parse(message.payloadString); console.log(obj); } function MQTTconnect() { console.log("Try to open connection to " + host + ":" + port); mqtt = new Paho.MQTT.Client(host,port,clientId); mqtt.onMessageArrived = onMessageArrived; // Valid properties are: timeout userName password willMessage // keepAliveInterval cleanSession useSSL // invocationContext onSuccess onFailure // hosts ports mqttVersion mqttVersionExplicit // uris var options = { timeout: 3, userName: "acsMonitorUser", password: "myUsersPass", keepAliveInterval: 60, useSSL: true, onSuccess: onConnect, mqttVersion: 3, }; mqtt.connect(options); } </script> </head> <body>
<script>
MQTTconnect(); </script>
</body>

Wenn die Seite lädt, verbindet sich die Webanwendung mit dem MQTT websocket und subscribed den topic. Da die Nachrichten „retained“ vom Zugangskontrollsystem gesendet werden, wird auf jeden Fall der letzte Zugriff im JavaScript consolen Log angezeigt. Bei weiteren Zugängen erscheinen diese ebenfalls im Log.

Die nächsten Schritte sind nun die Anzeige auf der HTML Seite. Ich werde hier mit jQuery arbeiten um mir das Leben etwas einfacher zu machen. Einen ersten Prototypen habe ich bereits am Laufen. Die nächste Herausforderung ist nun, das Bild der Person noch aus dem LDAP Server zu laden. Ich werde berichten, sobald ich hier wieder ein Stück weiter gekommen bin.

Abschließend noch das aktuelle Architektur Schaubild:

FEIG Firmware v2.9.0

Seit dem letzten Firmware Update lief nun der Leser eine lange Zeit ohne Abbrüche. Das Prolem scheint wohl gelöst zu sein. Leider hatte mit der Firmware allerdings die Signalisierung der LEDs und des Buzzers am Leser nicht mehr funktioniert.

Nachdem nun einiges an Zeit vergangen ist hatte ich nochmals bei der FEIG nachgefragt ob der Fehler zwischenzeitlich erkannt und behoben wurde.

Prompt erhielt ich schon eine neue Firmware v2.9.0. Nach einspielen der Firmware scheint nun die Ansteuerung der LEDs und Buzzer wieder zu funktionieren. Ob diese Firmware auch stabil läuft wird die Zeit zeigen. Bisher gab es allerdings keine Ausfälle zu verzeichnen.

FEIG OBID Firmware Version 2.8.131

Nachdem nach dem letzten Firmware Update die KeepAlive Abbrüche nicht weggegangen sind habe ich dies der FEIG gemeldet. Da wohl ein anderer Kunde ein ähnliches Problem hat, hat die FEIG für diesen kunden den Netzwerk Stack in der Firmware optimiert. Die FEIG hat mir den Release Candidate für den Leser zum Test zur Verfügung gestellt.

Das Flashen des Lesers mit dem RC ging, wie beim letzten mal, ohne Probleme und das Zugangskontrollsystem hat automatisch die Verbindung zum Leser wieder hergestellt.

Mal sehen ob sich das Problem damit löst, ansonsten muss ich wohl Netzwerk Traces mitlaufen lassen um das Problem genauer zu Untersuchen.

FEIG OBID Firmware Version 2.8.0

Seit Nutzung des Lesers OBID ID CPR.50.10 der Firma FEIG ELECTRONIC GmbH habe ich mit Verbindungsabbrüchen in der Kommunikation des Lesers mit dem Server zu kämpfen. Das Ganze zeigt sich wie folgt:

Im „Notifymode“ kann der Leser KeepAlive Requests an den Server senden. Dies habe ich auf eine recht knappe Zeit (5 Sekunden) eingestellt. In unregelmäßgien Abständen hat der Leser jedoch, ohne erfindlichen Grund, diese KeepAlive Requests eingestellt. Nach einigem Experimentieren habe ich hierfür einen Workaround gefunden.  Im Falle eines ausbleibens der Requests sende ich einen CPU Reset an den Leser. Dies hat meist geholfen.

Leider hat sich das Ganze nach Einschalten der Verschlüsselten Verbindung verschärft. Zum einen kommen die Verbindungsabbrüche nun häufiger und das Senden des CPU Reset hat auch nicht mehr geholfen. Als Alternative könnte ich nun einen System Reset schicken der den gesamten Leser bootet. Habe ich aber nicht weiter implementiert.

Ich tippe hier auf einen Memory Leak im Leser und habe den Bug der Firma FEIG gemeldet. Scheinbar hat noch ein weiterer Kunde diesen Fehler im System und konnte diesen mit dem Firmware Update auf Version 2.8.0 beheben. Der Leser an der Türe hat beim mir die Firmware Version 2.6.0.

Ich erhielt also die aktuelle Firmware und das OBID Firmware Update Tool. In der Beschreibung fand ich allerdings den Hinweis dass die Konfiguration des Lesers beim Flashen zurückgesetzt werden kann. das wollte ich aber auf jeden Fall verhindern. Der Leser ist nämlich fest in der Außenwand verbaut und die Netzwerkkonfiguration mit der Firewall dazwischen ist recht aufwändig umzubauen. Daher bat ich um Klärung in welchen Fällen der Leser die Konfiguration beim Flashen verliert.

Vor einer woche habe ich dann die Antwort vom technischen Support erhalten dass bei einem Update von 2.6.0 nach 2.8.0 die Konfiguration nicht zurückgesetzt wird. Daher habe ich mich heute an den Update gewagt.

Zunächst mit dem Leser an meinem Schreibtisch (bisher Firmware Version 2.7.0).

Das OBID Firmware Update Tool lies sich einfach installieren (Archiv entpacken) und starten. Nach eingabe von IP Adresse und Port findet ws auch sofort den Leser und fragt nach dem Passwort zur Authentisierung. Nachdem man dieses eingegeben hat, kann man die XML Datei mit der neuen Firmware wählen und das Flashen kann beginnen.

Zunächst wird der Bootloader auf Version 1.0.0 gebracht (512 Blöcke) und danach autmatisch die Leser Firmware (2048 Blöcke). Beides ging reibungslos. Nach jedem Flash Vorgang wird der Leser automatisch gebootet (also insgesamt 2 mal).
Am Ende kommt ein Beep und eine Ready Meldung.

Der Start des Zugangskontrollsystems ging danach ohne weitere Modifikationen.

TOP!

Nun muss sich zeigen ob die Verbindungsabbrüche mit der neuen Firmware Version auch wirklich behoben sind. Ansonsten muss ich wohl wieder einen Call aufmachen.

Neues Feig Java SDK 4.8.0

Kuze Info am Rande.

Es gibt ein neues Java SDK von der Firma FEIG Electronic GmbH. Heruntergeladen ist es. Leider ist das SDK nicht kompatibel mit v4.7. Daher musste ich ein paar Anpassungen am Listener vornehmen. Ob das SDK tut wie es soll und ob der SSL Bug damit behoben wurde werde ich die kommenden Tage mal testen.

Ich werde berichten 🙂

Aktuell sieht die Architektur so aus. Mal sehen ob die 2 gelben Verbindungen bald grün werden.

Server läuft weiterhin aber FEIG SSL Bug weiterhin offen

Am 8. August 2016 habe ich die Version 2 des Zugangskontrollsystems live genommen. Bisher ist nicht viel passiert. Das System läuft ohne murren vor sich hin und verrichtet seinen Dienst ohne Störungen.

Gelegentlich hört der Leser auf KeepAlive Requests zu senden, aber das war schon von anfang an so. Der Workaround mit dem CPU reset funktioniert prima.

Leider ist noch immer die Sache mit der verschlüsselten Kommunikation offen.
Nachdem einige Zeit ins Land gegangen war hatte ich hierzu Anfang der Woche nochmals bei der Firma FEIG nachgefragt wie denn der Stand der Fehlerbehebung sei. Hierauf kam erfreulicherweise die Meldung dass es ein neues JavaSDK (v4.7.0) gibt, bei dem der Fehler auf Linux wohl behoben wurde.
Heute Abend habe ich dann die neue Version installiert und getestet. Aber leider habe ich noch immer das selbe Problem. Nach aktivierung des Crypto Mode kann ich zwar dem Leser Befehle senden aber sobald ich den Listener initialisiere erhalte ich eine Java Exception:

de.feig.FedmException: StartAsyncTask

Dies habe ich eben gemeldet. Mal sehen was passiert.

Zugangskontrollsystem Version 2 ist live

Das Zugangskontrollsystem auf neuer x86 Plattform ist nun seit heute Nachmittag am werkeln. Die Einrichtung des LESv2 war einfach, ebenfalls die Directory Server Migration auf den Server (da ja jetzt mehr Power zur Verfügung steht).

Allerdings war es dann doch nicht ganz so einfach das System zum Laufen zu bewegen. hier gab es 2 Problemchen:

  1. Der SSL connection Bug bei den FEIG Treibern für den RFID Leser scheint in allen Unix Varianten zu existieren und ist wohl nicht nur ein Raspberry Problem. Komisch dass es unter Windows so problemlos funktioniert. Ich habe wie üblich den Technischen Support darüber informiert und hoffe bald eine Antwort zu bekommen. Ich hake nächste Woche mal nach sollte sich bis dahin niemand rühren. Denn jetzt sehe ich keinen Grund mehr für die verzögerte Fehlerbehebung, denn ein Ubuntu sollte bei FEIG ja wohl installierbar sein.
  2. Das System ist seit ca. 1 Woche aufgesetzt, die Software lief hoch und schnurrte, die RFID Chips werden sauber erkannt und an die Authentication Engine weitergegeben. Leider starb genau bei der Initialisierung der LDAP Anbindung der Thread ohne weitere Fehlermeldung. Erst hute kam ich auf die Idee das Dingens mal im Vordergrund Laufen zu lassen und siehe da, eine ClassNotFound Exception. komisch ist nur dass alle JAR Files im Klassenpfad vorhanden sind.
    Das Problem lies sich lösen durch eine nach namen sortierte Übergabe der Java Klassen. Warum genau das geholfen hat ist mir allerdings noch nicht ganz klar.

Ich werde das System nun (ohne Watchdog) schnurren lassen und schauen wie sich das system in Punkto Stabilität verhält.

Was mir bei der Implementation ebenfalls aufgefallen ist, das USB Relaisboard konnte ich bisher nur als root ansprechen. Ich werde hier wohl noch etwas forschen müssen um das udev rule.d Dingens im Detail zu verstehen. Ziel sollte es sein, dass der Server nicht unter Root läuft.

Wenn alles sauber läuft mache ich mich an die Konzeption der beiden Ethernet Schnittstellen. Die 1te wird das Verwaltungsnetz sein und die 2te das Leser Netz. Hier sind dann wohl noch ein paar Firewallregeln auf dem Server angebracht um die Netzte gegenseitig abzuschotten. Wer möchte schon User im eigenen Netz haben die vor der Türe stehen.

Ich werde hier dann wieder berichten sollte ich etwas interessantes zu Berichten wissen.

 

20160801_224023

Bericht zum Betrieb des Zugangskontrollsystems

Nun ist der Prototyp bereits eine Weile in Betrieb. Er macht seine Sache ganz gut bis auf ein paar Kleinigkeiten.

Zum Beispiel wächst die Serverload im Laufe der Wochen an. Man merkt dies auch am Leser selbst wenn der Zeitpunkt von Einlesen der Karte und Verarbeitung auf dem Server wieder über eine Sekunde benötigt. In diesem Fall hilft es, den Prozess einfach durchzustarten.

Im Januar hatte ich einen Servercrash der das Filesystem der SD Karte quasi komplett zerstörte. Seit dem Wiederaufsetzen gab es jedoch keine weiteren Störungen. Leider konnte ich nicht herausfinden wie es dazu kam. In dem Zuge habe ich mir jedoch überlegt einen Teil der Systemschreibzugriffe zu minimieren und auf eine RamDisk auszulagern. Hierzu bin ich allerdings noch nicht gekommen.

Ein Interesanten Phänomen hatte ich im April. Hier ist der Serverprozess abgestürzt (vermutlich das Loadproblem von oben). Der Absturz ist genau dann ausgelöst worden als ein Zugangsversuch vorgenommen wurde. Der Leser wollte die Daten an den Serverprozess zur weiteren Verarbeitung übermitteln. Der Serverprozess hat dies allerdings nicht mehr quitiert und ist gestorben. Nach dem Neustart Abends hat sich dann die Türe geöffnet, da die Transponderdaten noch im Speicher des Lesers hingen. Da es sich hier um eine echte Sicherheitslücke handelt habe ich nun einen CPU Reset des Lesers eingebaut bei der Initialisierung des Serverprozesses. dieser CU reset hilft auch prima bei den gelegentlich auftretenden Verbindungsproblemen vom Leser zum Server. Seit tausch von „Signalisierung triggern“ zu CPU reset triggern hat der Leser die Verbindung gehalten.

Tja und dann gibt es noch die ganzen offenen Punkte aus dem vorherigen Artikel von November. Hier gibt es nicht viel zu Berichten außer dass das mit der RandomUID nicht funktionieren wird.

Ré­su­mé

Das Ding schnurrt vor sich hin und tut seinen Dienst. Mein Sohn und meine Frau finden es toll. Größere Schwierigkeiten (außer dem Filesystem Crash im Januar) gab es bislang nicht. Um einen Absturz des Serverprozesses abzufangen habe ich nun einen Watchdog geschrieben der den Prozess automatisch versucht neu zu starten. Auch das Loadproblem versuche ich nun mit einem Housekeeping Script in den Griff zu bekommen (automatisierter restart des Serverprozesses).

Leider ist der Server (der alte Raspberry) etwas schwach auf der Brust. Daher habe ich bereits über einen Plattformwechsel nachgedacht.

Komerzialisieren

Sollte ich die Lösung vertreiben wollen (wie und in welcher Form ist noch nicht klar) wird es 3 Änderungen geben. Statt dem Raspberry wird ein x86 zum Einsatz kommen (mit 2 Ethernet Schnittstellen für Leser Netz und Management Netz) und statt dem Relaisboard werde ich das externe Relais des Feig Lesers nutzen das es optional zu kaufen gibt. Auf die mini USV werde ich in diesem Design verzichten, da ja keine SD Karte mehr zum Einsatz kommt.
Dieses Redisign wird dann mehr Luft nach oben haben und zusätzlich etwas Balast abwerfen. Es wird hoffentlich auch etwas robuster sein. Aber bis es soweit ist, wird wohl auch noch etwas Zeit ins Land gehen.

Aktueller Stand der Implementation

Heute möchte ich mal wieder über den aktuellen Stand der Implementation berichten.

Allgemein:

2015-11-27-Architektur-Schaubild

  • Die Konfigurationsdatei auf dem Server wurde auf das nötigste reduziert.
  • Der workaround mit dem Benutzerrepository als Propertiesdatei wurde mit dem neuen OpenLDAP Backend abgelöst.
  • Die Initialisierung der Karten schreibt automatisch in das LDAP Backend
  • Die Generierung eines random secret per Transponder Chipkarte findet nun automatisiert bei jeder Initialisierung neu statt und landet ordnungsgemäß im LDAP Backend.
  • Die Methode zur Ermittlung der Karteninhalte wurde zentralisiert.
  • Mails werden nun in einem Hintergrund Thread versendet um die Zeit beim Verbindungsaufbau zum Mailserver nicht im Authentisierungsprozess mit dabei zu haben.
  • Die Authentisierung als extra background thread zu integrieren habe ich wieder zurückgenommen. Der Leser liest einfach die Karten im Feld zu schnell aus und da kam es zu mehrfach Authentisierung.
  • Monitor integriert um Verbindungsabbrüche vom Leser zu erkennen um ggf. Aktionen einzuleiten.
  • Serverüberwachung in die FHEM Console integriert (CPU / Load / Speicher / Prozesse / Swap)

Offene Punkte:

  • Der Call bei der FEIG bezüglich der fehlenden SSL Implementierung in den Raspberry Treibern ist noch offen. Hier warte ich auf ein neues Release das bislang nicht angekündigt wurde.
  • Call bei der FEIG eröffnet bzgl. der RandomUID Option der DESFire Karten. Die reale UID wird wohl bei der Authentifizierung nicht ausgelesen und übermittelt.
  • Monitoring Thread erkennt aktuell potentielle Verbindungsabbrüche zwischen Leser und Server. Er schickt daraufhin einen Notifizierungsrequest um den Leser wieder aufzuwecken. Das ist aktuell nur ein Versuch um hinter das Problem zu kommen.
    Evtl. muss ich hier auch noch einen Call bei der FEIG aufmachen.
  • LDAP Kommunikation mit SSL verschlüsseln
  • Ordentlicher Stop-Mechanismus für den Serverprozess
  • Planung und Entwicklung eines grafischen Frontends um die Daten (Benutzer, Transponder, Zugangspunkte, Rollen und Regeln) zu verwalten. Hier bin ich noch am Überlegen ob ich für die Verwaltung einen WebService entwickle oder eine Android App. Ersteres wäre generisch und letzteres stylisch und hip. 🙂

Der erste Monat Testzeitraum

Vor ca. 1 Monat habe ich das Zugangskontrollsystem in Betrieb genommen. Seit dem gab es die ein oder anderen Problemchen.

  1. Der Server schmiert mit einem OutOfMemory ab
  2. Bei Notifikation per Mail (kann man bei Rollen hinterlegen) kann es zu Verzögerungen von bis zu 30 Sekunden kommen.
  3. Der Leser hört auf, KeepAlive requests zu senden

Das erste Problem war relativ schnell gelöst. Schuld war hier die Temparaturmessung des Raspberry. Bei, Auslesen von /proc gibt es hier manchmal einen deadlock. Ich hoffe dass dies bei dem ein oder anderen OS Update behoben wird. Vorläufig habe ich die Temparaturmessung aber deaktiviert.

Das zweite Problem hoffe ich nun so zu lösen, indem ich meine Klasse hierzu mit „Runnable“ ausstatte und die Klasse zur Laufzeit initialisiere und dann im Hintergrund die Mail versenden lasse. Warum nicht multi threading nutzen wenn es die Plattform hergibt.

Das dritte Problem bin ich nur am Rande angegangen. Hier muss ich erst noch ein paar Informationen sammeln. Hierzu habe ich meinen Monitor Thread umgebaut und berechne nun die Zeit, die zum letzten KeepAlive vergangen ist. Wenn hier ein Schwellwert überschritten wird, sende ich einen Befehl an den Leser. Ich möchte versuchen Ihn darüer zu bewegen wieder KeepAlive Requests zu senden.

In dem Zuge habe ich nun auch die LDAP Anbindung eingebaut und die Authentication Klasse ebenfalls als Hintergrundthread implementiert. Dadurch kommt der Notify Thread schneller zurück und kann dadurch schneller neu getriggert werden.

Die Optimierungen und Bugfixes habe ich zwischenzeitlich alle im Programm, jedoch steht der Test noch aus. Ich hoffe dies morgen durchführen zu können. Aktuell sitz ich nämlich in Katzenelbogen in einem Café fest und warte auf meine Frau. 🙂

Der erste Zugriff beim ACS Prototyp

Der Kartenleser wurde letztes Wochenende an der Fassade vor der Haustüre montiert. Der Umbau des Netzwerks erwies sich leider als nicht als so einfach (Stichwort 1&1 VoIP Telefonie mit Telefonen in einem privaten Netzwerksegment).

Nach dem Umplanen der Netzwerkumgebung und dem erneuten Aufsetzen der Firewall konnte ich heute den ersten erfolgreichen Zugriff auf das entwickelte System inklusive Türöffnung verzeichnen (siehe Log):

1st_access

Offene Punkte sind:

  • Logfile mit UTF-8 encoding
  • PoE Injektor besorgen für zusätzlichen RFID Leser (der kam heute an)
  • RFID Medien bestellen (Schlüsselanhänger und Armbänder)
  • RandomUID Option bei Karteninitialisierung aktivieren
  • Kommunikationsproblem zwischen Server und Leser lösen das nur auf dem Raspberry auftritt (Call bei Feig ist bereits offen)
  • Batterie für PiUSV
  • OpenLDAP Anbindung realisieren

 

Benutzer Datenverwaltung auf Basis von OpenLDAP 2.4

Seit dem Wochenende tüftle ich an der „Users DB“. Zwischenzeitlich habe ich mich dazu entschlossen hierfür einen LDAP Server einzurichten, denn die meißten Zugriffe sind lesender Natur. Des weiteren kommt mir die die objektorientierte Ablage der Daten entgegen. Was noch dafür spricht, ich kannte mich mit LDAP vor einiger Zeit noch recht gut damit aus und da hier das ein oder andere hängen blieb geht es sicherlich recht schnell. 🙂

LDAP Schema Definitionen

Leider gibt es kein LDAP Schema für RFID Tags (im speziellen die verwendete DESFire EV1), daher habe ich nun selber eines entwickelt was die bisher meißte Zeit in anspruch nahm. Zum glück hatte ich vor einigen Jahren eine eigene OID bei IANA beantragt (siehe: Cybcon Industries) und habe nun für die Michael Oberdorf IT-Consulting (unter diesem Label wird das System  entwickelt) eine eigene unter Nummer definiert.

Zunächst habe ich das RFID DESFire Schema und das Schema für das System zusammen definiert, aber da das DESFire Schema sehr umfangreich wurde, habe ich dieses nun getrennt. Die verwendeten OID Räume sind wie folgt definiert:

1.3.6.1.4.1     15432     3     -     Namensraum von Michael Oberdorf IT-Consulting
1.3.6.1.4.1     15432     3     1     OITC RFID Tag representation (DESFire EV1 specific):
                                      Attribute: 1.3.6.1.4.1.15432.3.1.1.n
                                      Objektklasse: 1.3.6.1.4.1.15432.3.1.2.n
1.3.6.1.4.1     15432     3     2     OITC Access Control System:
                                      Attribute: 1.3.6.1.4.1.15432.3.2.1.n
                                      Objektklasse: 1.3.6.1.4.1.15432.3.2.2.n

Der aktuelle Stand ist hier zu finden:

OpenLDAP Installation und Konfiguration

Hier war ich faul und habe die Debian Luxus Methode gewählt. Ist ja auch nicht ganz so zickig wie ein OpenBSD. 🙂

apt-get install ldap-client ldap-server ldap-utils libldap-2.4-2 libsasl2-modules libsasl2-modules-otp libsasl2-modules-ldap libsasl2-modules-gssapi-heimdal

Danach findet sich ein standard OpenLDAP auf dem System:

  • Konfiguration: /etc/ldap
  • OpenLDAP Backend Module: /usr/lib/ldap
  • OpenLDAP Datenbank: /var/lib/ldap
  • OpenLDAP schreibt sein Log im Standard via LOCAL4 ins Syslog: /var/log/syslog

Vorteil dieser Methode:

  • Das configuration Backend (cn=config) wird bereits angelegt
  • Das Root Objekt existiert
  • Man kann sich nach der Installation sofort auf die Datenbank verbinden

Nachteil dieser Methode:

  • Es fehlt die Datei „/etc/ldap/slapd.conf“
  • der Zugriff auf „cn=config“ ist nicht möglich da die Berechtigung fehlt (geht nur über einen schmutzigen Workaround)
  • Schema- und Konfigurationsänderungen sind recht mühselig (das ist wohl aber ein persönliches Empfinden)

Daher bin ich nun so vorgegangen dass ich das Konfigurations Backen auf Basis der aktuell eingestellten Werte in eine Standard slapd.conf Datei übertragen habe. Diese Datei wurde dann um das neu erstellte Schema erweitert. In dieser Datei sind zudem eine vernünftige Berechtigungsstruktur hinzugekommen, die notwendige Indizierung der Attribute (hier war im Standard tatsächlich nur die objectClass indiziert), das montoring Backend wurde konfiguration sowie die ein oder anderen Tuningparameter für die DBs hinterlegt.
Um das Ganze abzurunden, habe ich auch für die Sleepycat DB ein wenig die Konfiguration optimiert. Diese DB_CONFIG Datei muss im übrigen im Datenbankverzeichnis abgelegt werden. darin habe ich unter anderem das Transaktions Logging aktiviert.

Hier die OpenLDAP Konfiguration:

Die Daten für die Datenbank kann man im LDIF format vorbereiten.
Die Datenbank wird dann wie folgt initialisiert:

/etc/init.d/slapd stop
slapadd -f /etc/ldap/slapd.conf -l /etc/ldap/dit.ldif
chown -R openldap:openldap /var/lib/ldap/slapd-001

Wer möchte, kann dann das Konfigurationsbackend wieder wie folgt anlegen:

rm -rf /etc/ldap/slapd.d/*
slaptest -f /etc/ldap/slapd.conf -F /etc/ldap/slapd.d
chown -R openldap:openldap /etc/ldap/slapd.d

ich hab mir das gespart.
Am Ende den Server dann wieder starten:

/etc/init.d/slapd start

Nun muss sich noch herausstellen ob die Verbindung (vorallem der Verbindungsaufbau) schnell genug ist für die Benutzervalidierung. Aber hierzu muss ich das ACS noch um die LDAP Funktionalität erweitern. eine passende Java Lib habe ich mir jedenfalls noch nicht herausgesucht.

 

RFID TAG Initialisierung (3rd try) und Entwicklungsstand

2015-09-23-Architektur-SchaubildEs ist vollbracht 🙂

Vor ein paar Minuten hat mein Zugangs-Kontrollsystem eine vollständig Initialisierte Karte, mit Hilfe des rollenbasierten Zugriffsschutzes, validiert und mir den Zugang gewährt!

Nach einigen Tagen Dokus im Internet suchen/lesen/verstehen, nach einigen Tagen reverse Engineering bin ich nun doch zu einem ersten Beta gekommen.

Auf meiner ToDo Liste sind nun folgende Dinge:

  • Aufräumarbeiten im SourceCode um mehrfach genutzte Methoden in eine bzw. mehrere HelperKlasse(n) auszulagern.
  • Die Klasse ConfigFile erweitern um Methoden um gleich den passenden Datentyp zurück zu bekommen (String, Boolean, Integer, Byte).
  • Den Status des Türschlosses übermitteln auf den Server und entsprechend behandeln (Signal wenn Authorisiert, die Türe aber verriegelt ist).
  • Eine vernünftige Abbruchbedingung implementieren
  • Fixen des Bugs im „Card Management System“ zum Schlüsseltausch des PICC MasterKey (Default ist DES, ich will aber AES und die JavaSDK gibt das m.e. im Moment nicht her obwohl es via ChipMan funktioniert. Sollte also irgendwie gehen). Hier warte ich noch auf eine Lösung vom Technischen Support bei der Feig.
  • Das SDK und die zugehörigen Bibliotheken auf dem Raspberry installieren
  • Das Java Programm auf den Raspberry portieren und mit der PiFaceDigital 2 Klasse testen (und damit die Haustüre öffnen).
  • Ach ja und danach:
    • Firewall kaufen und einrichten
    • 2ten RFID Reader kaufen und einrichten (zur Karten Initialisierung)
    • RFID Tags kaufen, personalisieren und verteilen

CPU und GPU Temperatur Statistiken vom Server auf FHEM darstellen

Bereits vor einer Weile habe ich auf „The Linux Terminal“ folgenden Artikel gefunden: http://www.thelinuxterminal.com/raspberry-pi-b-cpu-gpu-temperature-monitor-bash-script-source-code/

Zwischenzeitlich habe ich das Beispielskript etwas angepasst:

#!/bin/bash
#Raspberry Pi Temperature Monitor
#Built by Zeus-www.thelinuxterminal.com
#For more info, drop a mail: office@thelinuxterminal.com
# http://www.thelinuxterminal.com/raspberry-pi-b-cpu-gpu-temperature-monitor-bash-script-source-code/
cpugpu_logfile="/var/log/`hostname`_cpugpuTemp-$(date "+%Y-%m").log"
get_date=$(date +%d/%m/%y)
get_time=$(date +%H:%M)
cpuTemp0=$(cat /sys/class/thermal/thermal_zone0/temp | cut -d '=' -f2)
cpuTemp1=$(($cpuTemp0/1000))
cpuTemp2=$(($cpuTemp0/100))
cpuTempM=$((cpuTemp2 % $cpuTemp1))
gpuTemp=$(/opt/vc/bin/vcgencmd measure_temp | cut -d '=' -f2)
gpuTemp=`echo ${gpuTemp} | sed -e "s/'C//"`
get_date_time=$(date "+%Y-%m-%d_%H:%M:%S")
echo "${get_date_time} cpuTemp: ${cpuTemp1}.${cpuTempM}" >> $cpugpu_logfile
echo "${get_date_time} gpuTemp: ${gpuTemp}" >> $cpugpu_logfile

Das script wird nun via Crontab aufgerufen und schreibt die Daten in die Datei.

Mir rsync hole ich das geschriebene Logfile von meinem FHEM Server ab und kann es nun mit folgender gplot Datei den Temperaturverlauf grafisch darstellen.

############################
# Display the measured temp of CPU and GPU
# Corresponding FileLog definition:
# Example Log
#2015-09-18_09:09:44 cpuTemp: 43.3
#2015-09-18_09:09:44 gpuTemp: 43.3
set terminal png transparent size <SIZE> crop
set output '<OUT>.png'
set xdata time
set timefmt "%Y-%m-%d_%H:%M:%S"
set xlabel " "
set ytics nomirror
#set y2tics
set ytics
#set yrange [:60]
#set y2range [30:50]
set title '<L1>'
set grid xtics ytics
set y2label "Temperatur in °C"
set ylabel "Temperatur in °C"
#FileLog 3:cpuTemp:0:
#FileLog 3:gpuTemp:0:
plot \
  "< awk '/cpuTemp/{print $1, $3}' <IN>"\
     using 1:2 axes x1y1 title 'CPU Temperatur' with lines lw 1,\
  "< awk '/gpuTemp/{print $1, $3}' <IN>"\
     using 1:2 axes x1y1 title 'GPU Temperatur' with lines lw 1

Das Ergebnis:

cpu_gpu_temperatur

Ziel ist es nun herauszufinden wie sich der Server bei geschlossenen Gehäuse verhält und ob ich noch Kühlkörper für den Raspberry besorgen und/oder einen Lüfter in das Gehäuse einbauen muss.