Auf der Suche nach dem richtigen Reader

Nachdem ich mich nun auf folgende Dinge festgelegt habe:

  • Verbindung von Server zum Reader via Ethernet
  • Raspberry PI 2 als Server

Bin ich auf die Suche gegangen nach einem RFID Kartenleser den ich im Außenbereich anbringen kann.

In dem Fachgebiet ist die Auswahl wirklich schwer. Zuletzt hatte ich Kontakt zur Firma SALTO Systems AG und der Firma FEIG ELECTRONIC GmbH.

SALTO hatte sich auf meine erste Anfrage gar nicht gemeldet, die Firma Feig dagegen schon.

Ich muss schon sagen, ich bin seit sicher 6 Wochen mit der Firma Feig in sehr regem Kontakt.

Der Support der Firma Feig ist vorbildlich. Kaum vorstellbar das ich die dauernd mit irgendwelchen Fragen nerve, die antworten sogar mit sehr hilfreichen Informationen obwohl ich wirklich ein Miniprojekt am Laufen habe.

Ich bin hoch zufrieden mit der FEIG ELECTRONIC GmbH und bin bestrebt alles zu tun um hier bleiben zu können.

Nach einigen Fragemails und hin und her habe ich mich für den Feig OBID RFID Leser CPR50.10-E  entschieden. dieser unterstützt den Online Modus und die Ethernet Verbindung.

Zudem gibt es die Möglichkeit diverse SDKs frei für die Software Entwicklung zu dem Leser dazu zu bekommen. Da ich von NXP noch immer keine Antwort habe, hoffe ich mit den SDKs um die RFID Kartenbefehle ein wenig herum zu kommen.

Leider konnte mir die Firma Feig nicht zusichern das der Reader mit dem Raspberry PI 2 läuft, der PI (1) ist wohl getestet.
Die Firma bietete mir an den Leser 6 Wochen für Tests kostenlos zur Verfügung zu stellen was ich gerne annahm. Der Leser war 2 Tage später im Haus (echt fix).

Dazu bekam ich noch Zugang zum downloadbereich auf dem die SDKs liegen.

Ich muss sagen, der Leser und die SDKs sind wirklich gut beschrieben und es gibt auch Tutorials zu jedem SDK. Angeboten wird Linux (C++), .NET und Java als SDK.

Da ich mit den enryption Ciphers eh schon mit Java begonnen hatte, habe ich nun angefangen hier das Java SDK zu verwenden.
Die Kommunikation mit dem Reader ist proprietär, man muss also (je nach OS) die entsprechenden Libraries installieren. Nach einigen Startschwierigkeiten habe ich es dann doch unter windows mit Eclipse zum Laufen gebracht.
Nach ein paar Seiten Tutorial hatte ich die Verbindung zum Leser via Ethernet hergestellt.

Zeit das ganze auf den Raspberry PI 2 zu transportieren um die generelle Funktion zu testen. die properitären Libraries lassen sich schnell installieren (.so files in /usr/lib kopieren und ein paar Symlinks anlegen).
Die Größte Schwierigkeit ist eigentlich die passenden Libs für den Prozessor zu finden (armv7-a_vfpv3_hard).
Das Java Programm hab ich via Eclypse in ein JAR gepackt und auf den Raspberry transportiert.

Der Connection Test zum RFID Leser schlug leider bislang fehl. Java sagt mir dass es die libfeusb.so nicht finden kann.
Um den Installationsprozess auf Linux zu prüfen hab ich die passenden Libs für Ubuntu herausgesucht und installiert. Hier hat der Verbindungstest auf anhieb funktioniert.
Diverse Traces (strace) zeigten mir dass Java die libfeusb.so findet und öffnet. Wenn ich den strace mit ubuntu vergleiche, bekomme ich nach der Öffung der libusbfe.so ein Zugriff auf die libusb.so.

Die Feig usb library basiert wohl auf die recht alte libusb 1.0.12.
Diese habe ich von Sourceforge geladen und auf dem Raspberry compilliert und installiert. Leider ohne Erfolg. Ich werde mich die Tage wohl wieder mal an den Support wenden müssen, wobei ich hier langsam schwarz sehe da die den Raspberry PI 2 nicht offiziell unterstützen.

Da der Support der FEIG ELECTRONIC GmbH aber so prima ist, werde ich mich wohl auf die Suche nach einer anderen Serverplatform machen müssen.
Den RFID Leser habe ich jetzt noch 20 Tage für Tests zur Verfügung.

Im Zweifel werde ich Ihn kaufen – das Ding ist nämlich richtig gut.

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